Insel Hvar Teil II: Stari Grad

In Stari Grad (Insel Hvar) war es echt spannend! Jedoch nicht die Stadt an sich, sondern den nahezu ungemütlichen Kontakt mit der Polizei! Alles fing so an:

Als ich kurz nach 19 Uhr in Stari Grad ankam, fing es schon leicht an zu dämmern und wollte auf schnellstem Wege zum Camp. Kaum am zuvor sorgfältig recherchierten Camp angekommen wundere ich mich, warum es so leer ist und alles so verlassen ausschaut. Ich irre umher, bis ich an der Rezeption ein Freßzettel sehe, dass ab dem 13.09.2014 der Campingplatz geschlossen ist. Ich war am 16.09.2014 dort. Na super.

Es ist fast dunkel, es gibt in der Umgebung kein anderer Campingplatz und jetzt noch nach einem Zimmer umschauen? Hm. Aber die Wiese auf dem Campingplatz ist ja da. Eigentlich könnte man ja… Ach, da hinten steht ja ein Zelt! Ich gehe zu dem Zelt. Nach einem kurzen Gespräch stellte sich heraus, dass sie das gleiche Problem gestern schon hatten. Also haben sie sich dort einfach niedergelassen – keiner hatte bisher etwas gesagt. Wie sie feststellten funktionierte sogar noch das Wasser und der Strom und beschlossen daher auf unbekannte Zeit zu bleiben – ist ja schließlich kostenlos! Ich möchte hier nicht zu sehr ins Detail gehen, nicht dass im Nachhinein noch der Verdacht aufkommt ich könnte dort auch übernachtet haben 😉 Abends, bevor ich in meine Unterkunft ging, saß ich dann noch mit ihnen eine Weile vorm Zelt. Sie gaben mir sogar etwas von ihrem Essen ab. Es stellte sich raus, dass sie von Wales sind, auch Backpacker. Sie ist hauptberuflich Greenpeace-Aktivistin! Aaaahhhjjjaaaa. Am nächsten Tag, als ich das Paar zufällig wieder an der Uferpromenade in Hvar traf (das passierte tatsächlich!), hörte ich dann von deren Erzählungen, dass heute, früh morgens, die Besitzerin auftauchte und ihnen eine Stunde Zeit gab zum verschwinden, sonst rufe sie die Polzei – freundlicherweise hätte sie die Polizei nicht schon vorher eingeschaltet!
Also alles noch einmal gut gegangen. So zum Hinweis: Campen auf geschlossenen Campingplätzen ist nicht gut!

Blick auf Stari Grad aus dem Sport-/Fischer-Bootshafen:

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Im Zentrum steht der Hektorović-Palast aus der Renaissance, ist aber wegen eines Erbschaftsstreites in schlechtem Zustand.

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Die Kirche Sv. Ivan aus dem 5. Jh. (d.h. ist sehr sehr alt!)

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Die Kirchturm der Kirche Sv. Stjepan:

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Daneben befindet sich in einem Mauerrest der Römer mit einem Mosaik der Griechen. Dieses zeigt einen Engel mit abgesenkten Flügeln!

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Die Gassen von Stari Grad ähneln den anderen dalmatinischen Gassen:

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Und schließlich ist da noch das Dominikanerkloster, welches eher wie eine Festung aussieht:

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Zum Kloster zugehörige Kirche (aus jedem Winkel kaum fotografierbar – daher eher schlechte Qualität!)

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Hinkommen: Von Jelsa fahren ca. jede Stunde Busse nach Stari Grad; auch noch spät abends. Ticket kostet 20 KN (ca. 2,80 €).

Unterkunft: Eigentlich Camp Jurjevac. Ist auch der einzige in der Umgebung. Toiletten und Duschen sahen nicht mehr ganz so frisch aus. Sonst eigentlich sehr schöner Platz. Liegt auch sehr nahe zum Stadt-Zentrum.

Fazit: Die Stadt ist nicht sehr groß, aber ein Tagesausflug ist aufgrund der Altstadt und Bauwerke empfehlenswert. Schöne Badebuchten oder einen Strand habe ich nicht gefunden. Einen Strand soll es jedoch geben.

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