Makarska

Ich möchte mal die Textstelle zu Makarska in dem Reiseführer von M. Koeffler zitieren: „Der Reiseschriftsteller Alberto Fortis schrieb bereits im 18. Jh, Makarska sei die einzige dalmatinische Stadt ohne geschichtliche Denkmäler. Das ist sie in gewisser Weise bis heute.“

Es mag vielleicht sein, dass diese Stadt keine „richtigen“ Denkmäler besitzt, aber sehr schön und vor allem angenehm fand ich es dort schon.

Aber ganz ohne Denkmäler/ Besichtigungsmöglichkeiten ist die Stadt ja auch nicht. Einerseits ist in der Stadtmitte, am Platz Kačićev trg, die Kirche Sv. Marko aus dem 18. Jh. mit einem Denkmal für Andrija Kačić-Miošić (Franziskanerpater, Guardian, Volksgeschichten und -lieder sammler, Professor päpstlicher Legat für Dalmatien, Bosnien und Herzegowina).

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Die Gassen sind zwar wie ausgestorben (weil keiner irgendwo zu sehen ist).

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Vor allem der Strand in und um Makarska finde ich schöner als alle anderen bisherigen (Stadt-) Strände. Hier der Strand am Rande der Stadt (an dem man am Ende vom Wanderweg Krvavica – Makarska landet):

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Der Stadtstrand hat dafür nicht ganz so viel Potential, kann aber locker mit „dem Schönsten“ Strand in Brela (s. letzter Beitrag) mithalten:

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Die Uferpromenade am Strand (Belichtung des Fotos leider schlecht):

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Der Bootshafen liegt in einer Bucht und wegen einer Halbinsel völlig vom Strand getrennt.

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Auf einer Halbinsel vor der Stadt, erkennt man die Höhe der Berge des Biokovo-Massivs, die hinter der Stadt liegen (und die Bucht, in der der Bootshafen liegt):

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Viele Liebespaare hängen ein Schloss an die Ketten des Ufergeländers der Halbinsel:

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um die Ecke gehts weiter:

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Wer grad keines dabei hat, kann gleich nebenan bei „Love Lock“ eines kaufen 😉

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Im zweiten Weltkrieg hauten deutschen Truppen ein Unterschlupf für Kanonenboote in den Fels der Halbinsel. Heute stinkt es aus der Grotte fürchterlich nach Urin und sieht eher wie eine Müllkippe aus.

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Hinkommen: Von Split (und auch Dubrovnik) fahren regelmäßig Busse. Von/ nach Sumartin (Brac) Fähren. Wer in Krvavica ist, sollte unbedingt den Wanderweg entlang der Küste nehmen: Faszinierende Felsformationen, tolle Buchten und einfach nur schön.

Übernachtung: keine, da Durchreise.
Aber wer eine Übernachtung sucht: Überall findet man Schilder mit „Zimmer Frei“ oder „Sobe“ (was auf kroatisch soviel heißt wie „Zimmer“). Zu dieser Jahreszeit stehen sogar Leute an Straßenrändern oder Busbahnhöfen mit einem Schild („Apartement“ oder „Zimmer“). Da das ganze nicht legal zu sein scheint, verschwinden die Schilder auch gleich wieder, sobald man vorbei ist 😀  Wenn die sehen du bist Backpacker (also wie ich), sprechen die dich tlw. von ganz allein an. Preis aber zuvor aushandeln und wie seriös die Zimmer dann sind, kann ich nicht sagen.
Da das Wetter in den kommenden Tagen wieder sehr schlecht werden soll, werde ich mir in Sumartin (Brač) ein Zimmer / Privatunterkunft suchen….

Fazit: Makarska ist ein guter Ort um in einer Stadt seinen Badeurlaub zu verbringen. Man ist schnell an schönen Stränden und Buchten am Stadtrand (z.B. Richtung Krvavica), kann aber auch direkt am Stadtstrand gemütlich liegen. Die Stadt Makarska ist jedoch schnell beschaut, da es in der Stadt wirklich nicht viel zu sehen gibt. Es sollte unbedingt der „Wanderweg“ um die Halbinsel gegangen werden.
Dem Reiseführer zufolge, soll es in den Bergen gute Startmöglichkeiten für Paragliding und im Winter Möglichkeiten für Wintersport (!!!) geben.

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