Split

Split hat an Schönheit und vor allem Außergewöhnlichkeit alle anderen bisherigen Städte übertroffen. Wirklich.

Als erstes ein Tipp: Auf dem Weg zwischen Trogir und Split liegt Kaštela. Kaštela besteht aus 16 verschiedenen Kaštel – das sind burgähnliche Festungen. Da alle zu besichtigen zu aufwendig gewesen wäre, habe ich die Rezeptionistin vom Camp gefragt, welches der Kaštel sich lohnt zu besichtigen. Ihre Reaktion: „Why would you go there?“. Naja, es lohnt sich wohl keine dieser anzusehen. Hat mich verwundert, da diese teilweise im Reiseführer (als sehenswert) aufgeführt werden. Also fragte ich die Verkäuferin im Laden – gleiche Reaktion.
Das Ende vom Lied: Von Trogir auf direktem Weg nach Split!

Naja, das Finden der Altstadt war erst einmal eine Herausforderung. Von Trogir bin ich nicht mit dem Fernbus, sondern dem Stadtbus angereist. Diese beiden Busarten verstehen unter „Autobusni kolodvor“ aber jeweils etwas anderes: Die Fernbusse halten direkt am Hafen, bei den Fähren. Die Stadtbusse hingegen etwas außerhalb. Ohne den genauen Standpunkt zu kennen (ich war davon ausgegangen, dass ich an DEM Busbahnhof, also in Hafennähe, herauskomme und ohne Internet hatte ich aber keine Standpunktortung!), bin ich halt mal der Nase nach. Nach einiger Zeit dem Herumirren, habe ich schließlich die Altstadt gefunden (im Nachhinein habe ich festgestellt, wäre ich nur gerade aus gelaufen, wäre ich direkt hin gekommen).

Zuerst kam ich nun in die eine Fußgängerzone von Split.

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Meinem Sinn nach und kam auf den Platz Trg Republike. Es sticht sofort ein beeindruckendes Neorenaissancegebäude ins Auge – heute ist die Stadtverwaltung drin.

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Wenige Meter vom Trg Republike befindet sich die Uferpromenade. Eine wirklich sehr schöne Promenade.

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Die Uferpromenade von der anderen Seite betrachtet. Am Ende ist u.a. die Kirche Sv. Stepjana zu sehen.

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Das Highlight von Split ist natürtlich der Diokletianpalast. Er vereint Elemente einer römischen Villa mit der einer Festung und gilt deshalb als Vorläufer des Schlosses (Fertigstellung im Jahr ~305). Der Palast hatte ein Ausmaß von 215 x 180 Meter. Daher ist es nicht möglich ein Gesamt-Foto von diesem bzw. seinen Resten zu machen (außer Luftbildaufnahme). Der Mittelpunkt des Palastes ist das Peristyl (offener Thronsaal).

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Rechts vom Thron (der Stand zwischen den beiden mittleren Säulen), sind zwei Palazzi anzutreffen.

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Links vom Thron befindet sich die Domnius-Kathedrale. Vor ihr befinden sich einige korinthische Säulen und eine Sphinx.

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Die besonderen Bauteile, wie z.B. die Sphinx am Eingang der Kathedrale, wurden anscheinend sogar direkt aus Ägypten angeliefert.

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Der Turm der Kathedrale ragt aus dem Peristyl…

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…aber auch an anderen Stellen der Stadt ist der Turm zu sehen (nördlich)…

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…oder wie hier bei einem Eingangstor zum Palast (westlich).

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Ein weiteres gut erhaltenes Eingangstor zum Palast findet man im nördlichen Teil:

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Wie in den anderen bisherigen kroatischen Städten sind auch hier diese kleine Gässchen zu finden:

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Hinkommen: So ziemlich von überall her (selbst aus Deutschland/ Österreich!!) fahren Busse. Split hat zwar auch einen Bahnhof, die Zugverbindung in andere Städte hält sich aber sehr in Grenzen. Ich kam aus Trogir mit der Stadtbuslinie 37 (21 KN, ca. 2,80 €; ist billiger als mit den Fernbussen). Stadtbuslinien fahren auch weitere in nah gelegene Städte (z.B. Richtung Süden nach Omiš die Stadtbuslinie 60). Zudem fahren noch Fähren in/ von anderen Inseln/ Städten/ Ländern.

Unterkunft: Keine, da Durchreise. Split hat sowieso kein Campingplatz. Nur etwas außerhalb ein teurer.

Fazit: Split war die bisher schönste Stadt, die ich (in Kroatien) gesehen habe. Zu allen bisherigen besuchten Städten, gehört diese auch zu einer meiner Favoriten was Schönheit und Außergewöhnlichkeit anbelangt. Für Badeurlauber allerdings eher ungeeignet. Habe nirgends eine Bademöglichkeit in Stadtnähe (z.B. wie in Zadar) gefunden.

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