Trogir – Auf den Spuren von Winnetou II

Ich habe ja von den bisherigen Städten sehr geschwärmt. Und Trogir kann hier locker mithalten – auch wenn es nicht ganz so viel zu bieten hat.
Auf der Busfahrt von Šibenik nach Trogir wurde je weiter man fuhr, der Strand dem Katalogbild für einen Kroatienurlaub ähnlicher. Das erste was mir dann aufgefallen ist als ich aus dem Bus gestiegen bin: Das Klima und Flair ist „südländischer“/ mediterraner. Es standen überall (Dattel-?) Palmen. Bisher waren das eher Feigenbäume. Feigenbäume gibt es hier zwar immer noch zu genüge (wachsen hier ja wie Unkraut) – aber diese Palmen gab es bisher nicht. Zudem fand ich es wärmer als in Šibenik… ich mein, es liegen hier ja auch ca. 50 Km zwischen den Städten…

Ihr fragt Euch jetzt was das „Auf den Spuren von Winnetou II“ in der Überschrift zu suchen hat? Und zwar diente in Winnetou III die Stadt Trogir als Filmkulisse für Santa Fe! Und das „II“: Ich war ja bereits auf den Spuren von Winnetou im NP Paklenica.

Trogir ist/ liegt auf einer kleinen Insel. Es gibt nur eine Brücke vom Festland (naja, eine zweite Fußgängerbrücke gibt es noch) und eine andere führt auf die Insel Čiovo.

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Viel gibt es dort nicht zu sehen, jedoch lohnt sich der Besuch trotzdem. Schon der Torbogen in die Altstadt (Nordtor) ist sehr imposant. Im Torbogen befindet sich die gotische Figur des Stadtheiligen Sv. Ivan.

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Kurz hinter dem Nordtor erreicht man auch schon die Kathedrale, Sv. Lovro.
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Das romanische Portal der Kathedrale ist sehr imposant. Die zwei Figuren rechts und links des Türbogens über den Löwen stellen Adam (rechts) und Eva (links) dar. Desweiteren wird im oberen Teil des Türstockes der biblisch-himmlische und im unteren Teil der weltliche Bereich abgebildet. Der Türstock besteht aus drei Säulenreihen: Die Äußere ist mit Figuren von Heiligen und Aposteln bestückt, in der mittleren wird das mittelalterliche Leben der Menschen und in der Innereren sind Dämonen und Fabelwesen dargestellt. Leider ist der Türstock nur von der Seite fotografiert. Hätte ich aber einen Schritt mehr in Richtung Mitte machen wollen, hätte ich 15 KN zahlen müssen. Leider war ich zu geizig den Eintritt zu bezahlen – im Nachhinein bereue ich es!
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Ebenfalls wie die Kathedrale, ist die (offene) Loggia am Platz Trg Ivana Pavle II zu finden. In ihr wurden früher Gerichtsverhandlungen geführt. Am Uhrturm sind Figuren von Christus und dem hl. Sebastian zu sehen.
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Wie bisher in den anderen kroatischen Städten, sind auch in Trogir diese kleine Gassen zu finden.
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Die Uferpromnade von Trogir – wie gesagt: Überall Palmen.
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Am Ende der Promenade befindet sich die Festung Kamerlengo. Sie wurde von den Venezianern nach der Eroberung von Trogir zum Schutz der Streitkräfte gebaut.
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Hinkommen: Es halten eigentlich alle Busse, die entlang der Küste fahren (Šibenik – Trogir 51 KN + 10 KN Gepäck, ca. 8 €). Wer von Split anreist, kann den Stadtbus 37 nehmen; fährt jede 30 min. und ist billiger als die Fernbusse (21 KN, ca. 2,80 €; dafür nicht ganz so komfortabel).

Unterkunft: Im Nebenort Seget Donji im Kamp Seget. 77 KN/ Nacht (ca. 10,10 €). WiFi kostet extra: 1 Std. 20 KN, 1 Tag 40 KN (ca. 2,60 €, 5,20 €), teurer als in Murter! Aber ein sehr schöner Privatstrand dabei, der mit grobem Sand/ kleiner Kies aufgeschüttet ist. Eher ruhiges Camp mit viel Rentnern! Sollte die Stellplätze im oberen Teil vermeiden, da dort eine viel befahrene Straße ist.

Fazit: Trogir ist ein must-see! Wie die anderen Städte aber auch: Eher beim Durchreisen anschauen, als ein voller Städtetrip nach Trogir planen. Lässt sich gut mit Badeurlaub kombinieren, da der Strand/ Wasser in der Umgebung schöner ist als in Šibenik und aufwärts (nördlich).

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